livingloud - Mid-Side Mikrofonhalter aus Stereoschiene und Schwanenhals

Halter für M/S Mikrofonie

Du magst M/S Mikrofonie (Mid-Side-Mikrofonie, Mid-Side-Stereo,...) genauso gern wie ich? Aber das Generve beim Aufstellen von 2 separaten Mikroständern ist echt unfassbar, oder? "Schnell mal ein bisschen höher" ist ne Riesenaktion, wenn man ne Gitarre vorm Bauch hat, und der Bewegungsradius von der Länge des Kopfhörerkabels (oder, in 2ter Instanz, vom Abstand des MacBook zur Tischkante) definiert wird. Also habe ich spontan eine Weltidee entwickelt. Ja, meine Damen und Herren, Sie dürfen mich mit Liebsesbriefen überhäufen.

Mid-Side-Mikrofonhalter

Mit einer einfachen Stereoschiene und einem kurzen Schwanenhals kann man 2 Mikrofone im perfekten Abstand zueinander auf einem Stativ unterbringen, und das Ganze lässt sich problemlos umstellen, höher, tiefer, schräger, doch nicht,... - kostet fast nix, eine Stereo-Schiene ist in einem gut sortieren Haushalt vermutlich eh vorhanden. Das Ganze spart viel Aufbauzeit und sicher auch gelegentlich ein neues Macbook. Kannste hier bestellen:

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Ein Hinweis: Den Schwanenhals gibts in 20 und 30cm. Für meine Lewitt's passen 20cm genau - den habe ich auch verlinkt. Bei höheren Mikrofonen oder grösseren Spinnen oder einem Grossmembran als "Mid" sind 30cm die sicherere Wahl, das wäre dann der K&M 224

Alternativ kann man das Mid-Mikrofon natürlich auch unter die Schiene schrauben- und mit dem kurzen Schwanenhals das Side-Mikro oberhalb der Schiene positionieren. Dann passt es auch entspannt mit 2 Grossmembranern

Next level? Ein "Multicore" mit 2 XLR-lines, dann geht auch nur noch ein Kabel zum Stativ.

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Mid-Side-Stereo erklärt

Wovon spricht der Mann hier überhaupt? Aaaaalso. Wer an Stereo-Aufnahmen denkt, hat sicher zunächst eine sehr plausible Idee. Ein Mikrofon für jedes Ohr, also eins für rechts, eins für links, fertig. Das funktioniert natürlich auch genauso einfach wie es klingt. Tatsächlich birgt es aber auch Fehlerquellen. Es ist zum Beispiel nicht ohne Weiteres Mono-kompatibel. Durch den Abstand der Mikrofone kommt es zu Auslöschungen in verschiedenen Frequenzbereichen (abhängig vom Abstand zur Klangquelle und zwischen den Mikrofonen). Das Verhältnis von Raumklang und Instrumenten-Direkt-Klang ist nach der Aufnahme nicht mehr veränderbar, die Intensität der Stereo-Wirkung nur mit der Gefahr, dass man "die Mitte verliert" und den Eindruck erhält, es wären 2 Instrumente - eines links und eins rechts im Stereobild.

Dem Wirkprinzip bei Mid-Side liegt die Idee zugrunde, ein "Mitten-Mikrofon" und eines für rechts/links zu verwenden. Richtig angewendet, bietet es den enormen Vorteil, dass in der Nachbearbeitung das Verhältnis von Mitten- und Seitensignal verändert werden kann. Im Mix kann man also einfach den "Raumeindruck" der Aufnahme stufenlos variieren. Benötgt wird dafür allerdings zwingend ein Mikrofon mit Figure 8-Richtcharakteristik für das Seitensignal, und ein weiteres für die Mitte- naheliegend ist eine Niere; Kugel und Hyperniere funktionieren aber auch.
Das ist gleichzeitig auch ein großer Vorteil "für den Heimaufnehmer": Man braucht kein ge-match-tes Paar identischer Mikrofone. Ein Kleinmembran für die Mitte, ein Großmembran mit Doppelkapsel für das Seitensignal. Die Kombination Kleinmembran+Grossmembran ist deutlich flexibler auch anders einsetzbar als ein Stereo-Päärchen Kleinmembraner, das Großmembran zum Beispiel für den Gesang. Insgesamt also eine gute Idee, das mal zu testen, oder?

Klingt umständlich und kompliziert? Ist es aber eigentlich nicht, besonders nicht wenn man beide Mikrofone so praktisch auf einem Stativ montiert wie oben dargestellt :) Braucht genauso viele Kabel und Mikrofone wie andere Stereo-Varianten.